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Rebekka: «…ein Ort, der Vertrauen in mir weckt.»

«Ich war vor vielen Jahren bei der ersten Top4Job-Durchführung dabei. Ich erinnere mich noch: Ich war grad mega deprimiert wegen einer Absage und ihr hattet damals noch den Fensterputzer an der Scheibe an der Birmensdorferstrasse. Weil ich diesen sah, ging ich rein und fragte, was das genau sei. So kam ich in die Streetchurch. Ich habe gute Erinnerungen an diese Zeit. Im Anschluss begann ich die Handelsschule, welche ich aber, weil meine Stipendien nicht mehr bewilligt wurden, nicht mehr weitermachen konnte. Das Bürofachdiplom konnte ich dank Stiftungsgeldern, die die Streetchurch aufgetrieben hatte, noch machen. Aber dass dieser Weg nicht mehr weiter ging zog mich schon runter. Nach einem Praktikum und einem Lehrabbruch im kaufmännischen Bereich habe ich die Lehre als Restaurationsfachfrau gemacht. Aber bei der praktischen Prüfung hatte ich Blackouts – wohl die Nervosität – und ich habe diese nicht bestanden. Das war ein weiterer Tiefschlag… und zu allem wurde ich auch noch schwanger. Das klingt jetzt negativer, als es gemeint ist. Es ist eine schöne Erfahrung. Ich freue mich über meinen Sohn. Es war halt in dem Moment nicht ganz das, was geplant war. Aber es ist jetzt doch schön, Mami zu sein. Man beginnt anders zu denken, hat andere Prioritäten. Es ist schon krass, was es in einem auslöst. Ich hab mich nochmals recht verändert, seit der Kleine in meinem Leben ist.
Schon länger bin ich bei Andrea in der Sozialberatung. Früher nur sehr sporadisch, wenn grad was aktuell war. Im Moment aber regelmässiger. Die Themen reichen vom üblichen Bürokram, wie Finanzen, bis hin zu Anträgen oder Vaterschaftsanerkennung, weil wir nicht verheiratet sind, oder Fragen mit den Ämtern klären. Was auch sehr wertvoll ist für mich: Andrea wurde ja kurz vor mir auch Mutter und wir tauschen uns auch da drüber aus. Sie hilft mir jetzt auch mit Tipps oder kann mir mit Kleidern etc. weiter helfen, da ich in meinem Umfeld nicht viele andere Mütter habe. Die Streetchurch ist ein Ort, der Vertrauen in mir weckt.
Eine naheliegende Idee wäre jetzt eigentlich, dass ich nochmals an die praktische Prüfung als Restaurationsfachfrau gehen würde… aber da müsste ich ein Jahr wiederholen und das finde ich schwierig, da ich als Mutter die Flexibilität, die dieser Bereich oft verlangt, nicht bieten kann. Ich möchte aber einfach noch eine Lehre abschliessen – damit ich einen Abschluss habe und auf eigenen Beinen stehen kann.»

Rebekka (30)

Rebekka posierte damals für unseren Winterarbeitsflyer.

Ausbildungsbegleitung: Weil 20% Lehrvertragsauflösungen zu viel sind.

Jason: «Ich bin angekommen und kann mich weiter entwickeln.»